Für die Offiziellen der Fortuna war es ein langer Arbeitstag nach der 2:3 Niederlage gegen FC Breske in der Liga. Noch Stunden später blockierten frustierte Fans die Ausgänge des Umkleidekabinen der Bergfred Austria Kampfbahn. Wahlweise forderten die Fans den Rausschmiss von Trainer Rovati oder den Rücktritt von Manager tolltill. Selbst Mannschaftsarzt Dr. M. Abuse sollte an der schlechten Tabellensituation schuld sein.
Nur Pressesprecher Quentin Atsch traute sich, das direkte Gespräch mit dem enttäuschten Anhang zu suchen. Der Erfolg war jedoch fragwürdig: Zur Analyse der Schieflage (6. Platz und nur ein Sieg nach drei Spielen) beim selbsternannten Aufstiegskandidaten konnte diese Geste auch nicht beitragen.
Manager tolltill wurde Stunden später auf der Hamburger Amüsiermeile Reeperbahn betrunken aufgegriffen. Der ob ihres prominenten Fangs erstaunten Besatzung der Davidwache gab er Folgendes zu Protokoll: “Fortuna ist mein Leben, ich gebe alles für den Verein! Eine große Zukunft als Würstchenbrater mit eigenen Buden auf Baumarktparkplätzen habe ich einfach sausen lassen! Wir haben 2 Millionen in neue Spieler investiert und die Herren sitzen nur auf der Bank! Wie geht es jetzt weiter…?” Den Rest der Aussage konnten die Beamten nicht mehr zu Papier bringen, zu sehr verschwammen die Worte im Alkohol, Selbstmitleid und Tränen.
Als Quentin Atsch den sichtlich mitgenommenen Starmanager schließlich aus der Ausnüchterungszelle abholte, kommentierte er die Krise wie folgt: “Im Expertenrundepokal werden wir uns das nötige Selbstvertrauen für die Liga holen. Versprochen.”
Es bleibt für die konsternierten Anhänger der Fortuna zu hoffen, dass der Gastgeber FC Traktor Gehtnichan da mitmacht.

“Wir wollen daraus nichts Großes machen, die Sache kann mal passieren.Gut für uns, denn wenn der Gegner noch nicht mal unseren Vereinsnamen kennt, dann muß man davon ausgehen, daß er unsere Mannschaft mit Ihren Stärken auch nicht kennt. So gehen wir gelassen in unsere Premiere im Cup.”, so Präsident Löhrsen´s Kommentar zu dem Namenswirrwarr von Altona´s Pressesprecher. “Ich lasse Herrn Atsch in der Halbzeitpause mal unsere Vereinschronik zukommen in der auch erklärt wird, warum es SV und nicht FC Traktor Gehtnichan heißt.”
Beachten muss man diesen kleinen Unterschied schon, denn beim FC Gehtnichan handelt es sich nämlich um den Kegelclub “Feiner Champagner” der Landfrauen aus Gehtnichan.